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Nachhaltigkeit in Unternehmen

Strategien zum Umrüsten auf moderne Lösungen

- entgeltliche Einschaltung -

Foto: Sutthiphong Chandaeng / shutterstock

Der Klimawandel und die schlechte Wirtschaftslage des Landes gehören laut dem Jugend Trend Monitor 2024 zu den fünf größten Sorgen der österreichischen Jugend. Dabei handelt es sich um zwei Themen, die auch Unternehmen zunehmend beschäftigen. Besonders die wirtschaftliche Nachhaltigkeit und der Klimaschutz stehen im Fokus und sollten – sofern bislang nicht geschehen – zukünftig mehr in die Unternehmensstrategien eingeflochten werden.

Warum ist es für Unternehmen relevant, auf Nachhaltigkeit umzurüsten?

Noch im Jahr 2023 fehlte laut der EY-Studie „Nachhaltigkeit und Klima in Österreichs Unternehmen“ über 60 Prozent der österreichischen KMUs eine schriftliche Klima- und Nachhaltigkeitsstrategie. Bei 37 Prozent stehen die Themen auch in den kommenden zwei Jahren nicht auf dem Plan. Dabei ist längst bekannt, dass der voranschreitende Klimawandel und seine Folgen Risiken für zahlreiche Geschäftsmodelle bereithalten kann.

Nachhaltige Unternehmensstrategien sollen diese Gefahren aufdecken, beleuchten und Wege aufzeigen, zukunftsorientiert damit umzugehen. Gleichzeitig eröffnen sie neue Chancen, um:

  • die Effizienz im Unternehmensalltag zu steigern
  • die Mitarbeiterzufriedenheit zu erhöhen
  • das Unternehmensimage zu verbessern
Foto: Akil Mazumder / pexels

Ebenfalls kann eine Umrüstung auf mehr Nachhaltigkeit dabei helfen, gezielt junge Mitarbeiter zu rekrutieren und mit den angebotenen Produkten oder Dienstleistungen eine neue Zielgruppe anzusprechen.

Der Nachhaltigkeitsaspekt spielt dabei in bestimmten Branchen wie der Lebensmittelindustrie eine besonders große Rolle. Schließlich achten knapp 90 Prozent der Österreicher beim Lebensmitteleinkauf auf nachhaltige und möglichst regionale Produkte. Das Wissen, dass die Ernährung Einfluss auf die Umwelt nimmt, steigt laut einer repräsentativen WWF-Umfrage aus dem Jahr 2021 in allen Bevölkerungsschichten. Besonders den 18- bis 35-Jährigen sowie den 56- bis 65-Jährigen ist der Zusammenhang zwischen dem derzeitigen Ernährungssystem in Österreich und negativen Umweltauswirkungen bewusst.

Welche Unternehmensstrategien tragen zu mehr Nachhaltigkeit bei?

Da Nachhaltigkeitsaspekte zunehmend das Kaufverhalten der Bevölkerung beeinflussen, spielen sie auch für den Unternehmenserfolg eine immer größere Rolle. Die Zeiten, in denen hauptsächlich ein günstiger Preis eine Kaufentscheidung beeinflusste, neigen sich langsam dem Ende zu. Das bedeutet insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen, die gezielt auf Nachhaltigkeit umrüsten, einen ökonomischen Vorteil, der sich aus mehreren Faktoren zusammensetzt:

  • sinkende Energiekosten
  • steigende Imagewerte
  • höhere Verkaufszahlen

Durch die Kombination aus weniger Energieverbrauch und mehr Absatz erhöht sich gleichzeitig der operative Gewinn. Bei nachhaltig agierenden Unternehmen in der Konsum- und Handelsbranche ist die EBIT-Marge im Vergleich zu Wettbewerbern ohne Nachhaltigkeitsstrategie durchschnittlich um bis zu sechs Prozent höher.

DER EINSATZ ERNEUERBARER ENERGIEN

Foto: kindel media / pexels
Der Umstieg auf erneuerbare Energien gehört in der Nachhaltigkeitsstrategie eines Unternehmens zu den wichtigsten und gleichzeitig zu den am schnellsten umsetzbaren Schritten. Aus Wind- oder Solarenergie gewonnener Ökostrom ist einerseits umweltschonend und andererseits oft kostengünstiger als die ressourcenbelastenden Alternativen. Bei der Wahl des Stromanbieters hört das nachhaltige Umdenken in Unternehmen jedoch nicht auf. Auch eine sparsame und effiziente Energienutzung muss in allen Unternehmensbereichen im Vordergrund stehen.

DER EINSATZ NACHHALTIGER HERSTELLUNGSPROZESSE

Neben dem Umstieg auf umweltfreundliche Energie können Unternehmen ihre Herstellungsprozesse nachhaltiger gestalten, indem sie:

  • nachwachsende Rohstoffe bevorzugt verwenden
  • sparsam mit natürlichen Ressourcen umgehen
  • möglichst wenig Abfall produzieren

Besonders in der Produktion sowie im Verpackungsmanagement sollte ein Umdenken stattfinden, sodass statt synthetischer hauptsächlich nachhaltige Materialien Verwendung finden.

Auch bei Werbegeschenken sollte dieser Nachhaltigkeitsgedanke im Vordergrund stehen. Wer bei seinen Kunden in Erinnerung bleiben und gleichzeitig das Unternehmensimage positiv beeinflussen möchte, setzt statt auf Plastik-Gadgets beispielsweise auf nachhaltige Baumwolltaschen mit dem Unternehmenslogo.

DER EINSATZ EINER ENERGIEEFFIZIENTEN BUCHHALTUNG

Eine weitere Strategie, um die Nachhaltigkeit in Unternehmen zu erhöhen, ist eine zunehmende Digitalisierung der Produktions- und Organisationsprozesse. Am Beispiel der digitalen Buchhaltung wird klar ersichtlich, dass digitale Lösungen effizienter und ressourcenschonender sind. Unternehmen, die auf das „papierlose Büro“ umrüsten, sparen neben Papier- und Druckkosten viel Zeit und Mitarbeiterkapazitäten, die ansonsten in der Büroorganisation gebunden sind.

Neben der digitalen Buchhaltung kann mehr Nachhaltigkeit im Büro auch eine Neuausstattung der technischen Infrastruktur bedeuten. Besonders in die Jahre gekommene Geräte wie Bildschirme oder Laptops verbrauchen oft unnötig viel Strom. Indem sie durch neue und energiesparende Modelle ersetzt werden, tragen sie langfristig zu einer Kosten- und Energieersparnis bei.

DER EINSATZ EINER NACHHALTIGEN UNTERNEHMENSKULTUR

Um eine solide Nachhaltigkeitsstrategie im Unternehmen zu etablieren, sollten auch die Mitarbeiter im Hinblick auf Nachhaltigkeit sensibilisiert werden. Das funktioniert mit:

  • der Kommunikation grundlegender Verhaltensregeln, um Strom zu sparen
  • der Umstellung von Dienstwagen auf Dienstfahrräder
  • dem Angebot günstiger Jahreskarten für die öffentlichen Verkehrsmittel
  • der Einführung eines Nachhaltigkeitstags im Unternehmen, um Umweltprojekte zu realisieren

Ebenso können Unternehmen ihren Mitarbeitern die Möglichkeit geben, im Homeoffice zu arbeiten und dadurch Fahrt- und Energiekosten zu sparen. Alternativ lassen sich im Büro Co-Working-Spaces einrichten, um die verfügbaren Büroflächen bestmöglich auszunutzen.

TIPP: Flexible Arbeitsmodelle mit einzelnen Homeoffice-Tagen können außerdem die Work-Life-Balance der Mitarbeiter verbessern und dadurch Stress sowie daraus resultierende Krankentage reduzieren.